Im Laufe dieser Woche: US-Militärhubschrauber treffen zu Übungszwecken in Lettland ein

  13 Juli 2020    Gelesen: 785
    Im Laufe dieser Woche:     US-Militärhubschrauber treffen zu Übungszwecken in Lettland ein

In Lettland werden in dieser Woche Medienberichten sowie dem Verteidigungsministerium des Landes zufolge zehn amerikanische Militärhubschrauber zur Stärkung der Nato-Ostgrenze eintreffen.

Die Helikopter „Black Hawk“ werden demnach im Rahmen der US-Operation „Atlantic Resolve“ für neun Monate zu Übungszwecken auf dem Stützpunkt Lielvarde stationiert.

Die Hubschrauber sollen mit Einheiten der lettischen Armee und dem von Kanada geführten Nato-Bataillon in Lettland trainieren. Demnach gehören sie zu einer Flotte von etwa 60 Black Hawks, die aus Frankreich zu Übungsformationen nach Polen, Deutschland und Lettland verlegt wird.

Der lettische Verteidigungsminister Artis Pabriks kündigte in der Vorwoche an, Gespräche mit Washington über eine stärkere Militärpräsenz in seinem Land beginnen zu wollen.

„Die baltischen Staaten und Lettland sind auch bereit, US-Truppen aufzunehmen, da dies zusätzliche Sicherheit für die Region und das Bündnis insgesamt bietet“, sagte er gegenüber dem Militärnachrichtenportal Sargs.lv. 

Pläne zu US-Truppenabzug aus Deutschland

Der Hintergrund solcher Aussagen von Pabriks ist der vom US-Staatschef Donald Trump angekündigte Abzug von 9500 der gegenwärtig etwa 34.500 US-Soldaten in Deutschland. Einige der Soldaten sollen demnach nach Polen und an andere Standorte in Europa verlegt werden, wie viele ist aber noch unklar.

US-Präsident Donald Trump erklärte in einer Pressekonferenz, einen Teil davon wolle er nach Polen verlegen. Warschau habe sich bereit erklärt, für die US-Truppen im Land zu bezahlen, so Trump.

Trump verwies darauf, dass Polen neben den USA zu den acht Nato-Staaten gehöre, die das Zwei-Prozent-Ziel des Bündnisses erfüllen. Deutschland bezahle dagegen nur einen Bruchteil davon. Trump hatte in der Vergangenheit wiederholt kritisiert, dass Deutschland für seine Sicherheit zu wenig Geld in die Nato-Kasse einzahle. Deutschland hat die Ausgaben in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert, lag aber 2019 dennoch erst bei einem BIP-Anteil von 1,38 Prozent.

Das Ziel der „Atlantic Resolve“ besteht laut US-Darstellung darin, die europäischen Nato-Partner zu stärken. Nach Einschätzung Russlands wirkt sich diese Aktion auf die sicherheitspolitische Lage destabilisierend aus.

sputniknews


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