F2-Bolide steht nach Mega-Crash in Flammen

  27 September 2020    Gelesen: 174
  F2-Bolide steht nach Mega-Crash in Flammen

Das Sprintrennen der Formel 2 in Russland endet nach wenigen Minuten. Nach einem heftigen Unfall schlagen zwei Autos in die Begrenzung ein, eins davon fängt an zu brennen. Die Piloten bleiben unverletzt. Mick Schumacher profitiert beim folgenden Abbruch von seinem guten Start.

Fünf Punkte für fünf Runden, so kurz lässt sich der Sonntag von Mick Schumacher zusammenfassen. Nach seinem Sieg im Hauptrennen des Großen Preises von Russland am Tag zuvor legte er im Sprintrennen nach und baute seine Führung in der Gesamtwertung der Formel 2 aus. Denn weil der Grand Prix vorzeitig abgebrochen wurde, erhielt der 21-Jährige die fünf Punkte für den dritten Platz, während sich sein erster Verfolger Callum Ilott mit Rang sieben und einem einzigen Zähler begnügen musste. Nach 20 von 24 Saisonläufen liegt Schumacher damit 22 Punkte vor dem Briten.

Nach einem schweren Unfall endete das Sprintrennen im Olympischen Park von Sotschi vorzeitig. In der siebten Runde berührten sich die Autos von Jack Aitken und Luca Ghiotto in der langgezogenen Hochgeschwindigkeitskurve drei, beide schlugen heftig in die Streckenbegrenzung ein. Während die Boliden schwer beschädigt waren, stiegen die Piloten augenscheinlich unversehrt aus. Ghiottos Auto ging anschließend in Flammen auf und war nach dem Löscheinsatz der Streckenstewards nicht mehr wiederzuerkennen.

Da die Barrieren mit Blick auf das anschließende Formel-1-Rennen nicht mehr rechtzeitig zu reparieren waren, entschied sich die Rennleitung kurz darauf für den Abbruch, weshalb Schumacher & Co. jeweils die halbe Punktzahl erhielten.

Der deutsche Ferrari-Junior erwischte wie so oft in dieser Saison einen hervorragenden Start, schob sich schon in der ersten Runde vom achten auf den vierten Platz nach vorne und zog dabei auch an seinem Meisterschaftskonkurrenten Ilott vorbei. Schumacher überholte schließlich auch noch Aitken, ehe das Rennen nach dem Crash in der siebten Runde abgebrochen und mit dem Stand der fünften Runde in die Wertung einging. Der Sieg ging an Guanyu Zhou, Zweiter wurde Nikita Mazepin.

"Niemand wollte, dass das Rennen so endet. Dass es allen gut geht, ist das Wichtigste", sagte der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher im Anschluss. Seine Chancen auf den Aufstieg in die Königsklasse steigert der zwar kurze, aber wiederum weiter überzeugende Auftritt weiter. In seiner zweiten Saison im F1-Unterbau ist Schumacher seit Wochen der konstanteste und formstärkste Fahrer, fuhr in zehn Rennen siebenmal aufs Podium, zweimal als Sieger. Aufgrund dieser Leistungen gilt er als aussichtsreicher Kandidat für ein Cockpit bei den Ferrari-Kundenteams Haas und Alfa Romeo.

Quelle: ntv.de, tsi


Tags: