Euronews präsentiert Reportage aus Agdam - FOTOS

  27 November 2020    Gelesen: 264
 Euronews präsentiert Reportage aus Agdam -  FOTOS

Der Fernsehsender Euronews sendete eine Reportage aus der neu befreiten Region Agdam in Aserbaidschan.

Die Videoreportage zeigt, wie sich Aserbaidschaner, die in den 1990er Jahren aus Agdam vertrieben wurden, danach sehnen, in ihre Heimat zurückzukehren.

Das Video fängt die Spuren blutiger Schlachten in der Stadt Aghdam ein, die jetzt "Hiroshima des Kaukasus" heißt.

Das Interview mit einem der Bewohner von Agdam wurde ebenfalls in der Reportage behandelt. "Dies ist der Ort, an dem sich meine Schule befand. Einige Einrichtungen waren in dieser Gegend tätig. Jetzt ist hier nichts mehr zu erkennen. Die Armenier haben alles zerstört, was sie konnten. Niemand kann seine Straße finden", heißt es in dem Interview.

"Nach der Besetzung der Stadt zerstörten die Armenier den größten Teil des Moscheekomplexes und nutzten das Gebäude als Scheune. Heute ertönt hier zum ersten Mal seit 28 Jahren hier der Aufruf zum Gebet", heißt es in der Reportage.

Am 10. November unterzeichneten Armenien, Aserbaidschan und Russland ein Abkommen zur Beendigung der sechswöchigen heftigen Kämpfe in Berg-Karabach.

Im Rahmen des Abkommens wurden russische Friedenstruppen entlang der Frontlinie in Berg-Karabach und auf dem Korridor zwischen der Region und Armenien eingesetzt.

In Berg-Karabach wurden im Rahmen eines fünfjährigen Mandats insgesamt 1.960 russische Friedenstruppen eingesetzt.

Dem Abkommen zufolge übergab Armenien am 20. November die Region Agdam, die östlich von Berg-Karabach liegt, an Aserbaidschan. Am 25. November folgte die Region Kalbadschar nordwestlich von Berg-Karabach.

Schließlich wird Armenien am 1. Dezember den Bezirk Latschin übergeben.

Das Abkommen sieht vor, dass ein 5 Kilometer breiter Korridor durch Latschin weiterhin Berg-Karabach mit Armenien verbindet, der von russischen Friedenstruppen kontrolliert wird.


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