Woelki will zurückgehaltenes Missbrauchsgutachten zur Einsicht auslegen

  05 März 2021    Gelesen: 241
Woelki will zurückgehaltenes Missbrauchsgutachten zur Einsicht auslegen

Seit gut einem Jahr hält das Kölner Erzbistum ein Missbrauchsgutachten unter Verschluss. Nachdem der öffentliche Druck auf Kardinal Woelki immer weiter wächst, sollen nun ab dem 25. März Einblicke möglich sein.

Der Inhalt des bisher vom Erzbistum Köln zurückgehaltenen Missbrauchsgutachtens soll nun doch öffentlich werden können. Die Erzdiözese will es ab dem 25. März für »Betroffene, Medienvertreter und die interessierte Öffentlichkeit selbst« zur Einsicht auslegen. Nach vorheriger Anmeldung könnten sie so Einblick nehmen, teilte das Erzbistum mit. Ein Link zur Onlineanmeldung hierzu soll in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden.

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki steht seit Wochen in der Kritik, weil er das von ihm beauftragte Gutachten zum Umgang von Bistumsverantwortlichen mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von Kindern durch Priester wegen rechtlicher Bedenken bisher nicht veröffentlicht hat. Seit der Fertigstellung des Gutachtens der Münchner Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl (WSW) vor etwa einem Jahr hält er es mit Verweis auf angebliche Mängel unter Verschluss. Das Erzbistum drohte einem Pfarrer, der dies kritisierte, mit Konsequenzen.

spiegel


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