Trotz Corona - Rund 13 Prozent mehr Antisemitismus-Vorfälle in Berlin

  19 April 2021    Gelesen: 2123
  Trotz Corona - Rund 13 Prozent mehr Antisemitismus-Vorfälle in Berlin

In Berlin hat es 2020 rund tausend antisemitische Vorfälle gegeben. Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (Rias) erfasst in ihrem aktuellen Bericht rund 13 Prozent mehr Antisemitismusvorfälle als noch im Vorjahr 2019. Statistisch gesehen ereigneten sich in der Hauptstadt somit knapp drei antisemitische Vorfälle am Tag. Rias zählte 17 Angriffe, 43 Sachbeschädigungen, 51 Bedrohungen und knapp 800 Fälle verletzenden Verhaltens.

Laut dem Bericht stand fast jeder fünfte bekannt gewordene antisemitische Zwischenfall im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Die Auseinandersetzung mit staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie stelle eine "vielschichtige Gelegenheitsstruktur für die Artikulation antisemitischer Verschwörungsmythen dar", schreibt Rias in dem Bericht.

n-tv


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