Moskau: USA wollen START-Vertag unter erdachtem Vorwand kippen

  16 Auqust 2019    Gelesen: 307
Moskau: USA wollen START-Vertag unter erdachtem Vorwand kippen

Die USA erfinden zielstrebig einen Vorwand, um sich vor der Verlängerung des START-III-Vertrages über die Begrenzung strategischer Offensivwaffen zu drücken. Das erklärte Wladimir Jermakow, Direktor des Departements Nichtweitergabe und Rüstungskontrolle im russischen Außenministerium, am Donnerstag in Moskau.

Der gültige Vertrag erlischt im Februar 2021.

Wie die Agentur Reuters am Dienstag unter Berufung auf Quellen in der US-Administration meldete, ist das Weiße Haus der Ansicht, dass die Entwicklung von Hyperschall-Marschflugkörpern in Russland die Verlängerung des START-III-Vertrages in Frage stellt.

„Das ist nicht erstaunlich“, fuhr Jermakow fort. „In letzter Zeit hören wir oft, dass ranghohe US-Amtsträger an der Zweckmäßigkeit der Verlängerung dieses Vertrages zweifeln. Das ist nicht anders als einen zielgerichteten Versuch zu verstehen, entsprechende Stimmung im Informationsraum zu schaffen und einen Vorwand zu erfinden, nur um den Vertrag nicht zu prolongieren… Somit will Washington Spielraum für die Aufstockung seiner Atomarsenale ungeachtet dessen schaffen, dass dabei die strategische Stabilität und die internationale Sicherheitunterhöhlt werden.“

Russland zu Verhandlungen bereit

Der russische Diplomat erinnerte an die mehrfach bekundete Bereitschaft Russlands, sich möglicher Probleme im Zusammenhang mit der Verlängerung des START-Vertrages anzunehmen. Das wäre ein verantwortungsbewusster und vernünftiger Schritt, der es gestatten würde, eine „totale Degradierung im Bereich der strategischen Stabilität“ zu vermeiden, sagte Jermakow.

sputniknews


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