Ex-Bundesministerin kritisiert Gangsta-Rap

  02 Dezember 2019    Gelesen: 491
Ex-Bundesministerin kritisiert Gangsta-Rap

Eine freiwillige Selbstkontrolle gibt es bei Filmen und Computerspielen bereits. Geht es nach der Antisemitismus-Beauftragten von NRW, Leutheusser-Schnarrenberger, sollte es sie auch für Musik-Texte geben. Die Politikerin hat vor allem den Rap im Visier.

Die Antisemitismus-Beauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, fordert eine freiwillige Selbstkontrolle für Musik-Texte. "Die gibt es zwar bei Filmen und Computerspielen, im Fall der Musik aber nicht", sagte sie der "Bild"-Zeitung. "Ich denke allerdings, dass wir so etwas unbedingt brauchen."

Insbesondere in Rap-Texten werde häufig Hetze verbreitet. "Ich halte diese Szene und vor allem den Gangsta-Rap für sehr gefährlich. Denn die oft antisemitischen oder homophoben Songs erreichen meist junge Menschen von 12 bis 18 Jahren", sagte sie weiter. "So sickern antisemitische Gedanken aus den Kopfhörern und Musik-Boxen immer weiter in die Gesellschaft ein."

Die ehemalige Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger sprach sich für eine Studie aus, um die Wirkung des Antisemitismus im Rap auf junge Menschen zu erforschen. "Und dann brauchen wir unbedingt Formen der Selbstkontrolle - auch in der Musik", sagte die 68-Jährige.


Quelle: n-tv.de


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