VW will in den USA "Importgebühr" auf betroffene Autos einführen

  03 April 2025    Gelesen: 179
  VW will in den USA "Importgebühr" auf betroffene Autos einführen

Für die deutschen Autobauer sind die von Trump verkündeten Zölle keine gute Nachricht. Volkswagen will auf diese einem Bericht zufolge mit einer "Importgebühr" reagieren. Ein US-Konkurrent plant dagegen Preissenkungen.

Der deutsche Autobauer Volkswagen will offenbar eine "Importgebühr" auf von den US-Zöllen betroffene Fahrzeuge einführen. Dies teilte VW laut einem Bericht des "Wall Street Journal" seinen Händlern mit. Ein entsprechendes Memo ist demnach bereits am Dienstag an die VW-Händler gegangen.

Darin teilte das Unternehmen auch mit, dass der Bahntransport von Fahrzeugen aus Mexiko vorübergehend gestoppt worden sei und Autos, die per Schiff aus Europa kämen, im Hafen zurückgehalten werden. Das Unternehmen bezeichnete den Schritt als vorübergehende Anpassung und sagte, es werde mit Logistikunternehmen zusammenarbeiten, um den Fahrzeugtransport zu optimieren, sobald sich die Zollsituation stabilisiert habe.

"Wir wollen sehr transparent durch diese Zeit der Unsicherheit navigieren", sagte das Unternehmen in einer Erklärung gegenüber dem "Wall Street Journal". VW teilte den Händlern weiterhin mit, dass es bis Mitte April weitere Einzelheiten zu den Preisstrategien für die von den Zöllen betroffenen Fahrzeuge bekannt geben werde, und plane, bis Ende des Monats mit der Zuteilung dieser Fahrzeuge an die Geschäfte zu beginnen.

Während die Volkswagen-Preise somit steigen, sollen sie beim Konkurrenten Ford sinken. Der US-Autobauer will offenbar Preisnachlässe für mehrere Modelle ankündigen. Dies erklärten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen und beriefen sich auf den guten Lagerbestand des Unternehmens. Ford wird seine Mitarbeiterpreise - einen ermäßigten Tarif für Ford-Mitarbeiter - für alle Kunden anbieten, so die Insider.

Das Programm werde den Namen "Von Amerika für Amerika" tragen. Ford selbst lehnte eine Stellungnahme zu dem Thema ab. Der im US-Bundesstaat Michigan ansässige Automobilhersteller stellt 80 Prozent seiner in den USA verkauften Fahrzeuge im Inland her und ist damit besser vor den Zöllen von US-Präsident Donald Trump geschützt als einige seiner Konkurrenten. Dennoch muss das Unternehmen weiterhin mit hohen Abgaben auf importierte Fahrzeugteile rechnen. Die Aktien von Ford fielen nach der Ankündigung der Zölle, ebenso wie die von General Motors und Tesla.

Quelle: ntv.de, lme/rts


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