Der breit aufgestellte Rüstungskonzern GD erhielt zwar zuletzt einen lukrativen Auftrag der US-Regierung zur Unterstützung der Volkszählung im Jahr 2020. Dass der Konzern bei der Lieferung der neuen Standard-Handfeuerwaffen der US-Armee leer ausgeht, bewerten Analysten jedoch als "harten Schlag".
Zuvor war GD schon bei einer milliardenschweren Schiffsausschreibung der Küstenwache und bei einem Auftrag für Panzerfahrzeuge aus Australien nicht zum Zuge gekommen. Die Niederlagen summierten sich, heißt es mit skeptischen Blicken an der Börse. Dort rechnen Beobachter für den Tagesverlauf mit deutlichen Kursreaktionen: GD werden vorbörslich noch nicht gehandelt, Smith & Wesson verlieren zunächst 2,8 Prozent.
Neue Pistole aus Deutschland?
Der legendäre US-Faustfeuerwaffenhersteller Smith & Wesson - unter anderem bekannt für das schwere Revolvermodell "Magnum" - hatte sich gemeinsam mit GD um den Großauftrag des US-Militärs beworben. Dabei geht es um die Ausstattung der US-Soldaten mit einem Nachfolger für die bislang als Standardpistole verwendete Beretta M9 "Parabellum".
Wer den Zuschlag aus dem Pentagon bekommt ist noch unklar. Noch im Rennen sind neben dem italienischen Waffenhersteller Beretta auch die tschechische Waffenschmiede Ceska, der belgische Gewehr- und Pistolenbauer FN Herstal, der österreichische Schusswaffenspezialist Glock sowie das deutsche Rüstungsunternehmen Sig Sauer. Insgesamt geht es bei der Ausschreibung des US-Verteidigungsministeriums um die Lieferung von bis zu 500.000 "Modularen-Handwaffen-Systemen" (MHS), die in die Standardausrüstung von Heer, Marine, Luftwaffe und Spezialkräften aufgenommen werden soll.
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