Japaner sorgt für ersten Dopingfall

  13 Februar 2018    Gelesen: 814
Japaner sorgt für ersten Dopingfall
Die Olympischen Winterspiele haben ihren ersten Dopingfall: Bei einer standardmäßigen Trainingskontrolle entdecken die Kontrolleure eine verbotene Substanz im Körper des erst 22 Jahre alten Shorttrackers Kei Saito aus Japan. Der beteuert seine Unschuld.
 

Der japanische Shorttrack-Läufer Kei Saito hat für den ersten Dopingfall bei den Olympischen Winterspielen 2018 gesorgt. Wie die Ad-Hoc-Kammer des Internationalen Sportschiedsgerichtshofes (Cas) in Pyeongchang mitteilte, wurde bei der Analyse einer Trainingskontrolle das Diuretikum Acetazolamid entdeckt.

Der 22 Jahre alte Dritte der Junioren-WM 2013 wurde vorläufig für die Wettkämpfe in Pyeongchang suspendiert. Er bestreitet, wissentlich betrogen zu haben. "Ich bin überrascht und bestürzt. Das ist unerklärlich. Ich habe niemals Doping beabsichtigt. Ich habe das japanische Anti-Doping-Seminar besucht und alle Anweisungen befolgt", teilte er in einer schriftlichen Stellungnahme mit. Er war am Dienstag als Ersatzmann für die 5000-Meter-Staffel vorgesehen.

Ältere Schwester startet ebenfalls


Seine Überzeugung sei, betonte Saito: "Sportler sollten nicht dopen. Ich habe auch niemals Präparate eingenommen, die ich verschleiern müsste." Japans Chef de Mission Yasuo Saito bestätigte, der Shorttracker sei noch am 29. Januar im Trainingslager in der Heimat negativ getestet worden: "Daher haben wir derzeit keine Erklärung, wie die Substanz in seinen Körper gelangen konnte." Dennoch fügt sich Kei Saito vorerst. "Jetzt dagegen anzukämpfen, würde Ärger für das gesamte Team mit sich bringen. Daher verlasse ich das Dorf und akzeptiere die provisorische Sperre", sagte er. Seine ältere Schwester Hitomi steht mit der 3000-Meter-Staffel am 20. Februar im B-Finale. Auch daher werde er versuchen, später seine Unschuld zu beweisen, sagte Kei Saito.

Über eine Sanktion will der Cas bis zum Ende der Winterspiele entscheiden. Zum zweiten Mal nach den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro entscheidet die Cas-Außenstelle über Dopingfälle bei Olympischen Spielen.

Acetazolamid ist ein Medikament, das eigentlich bei erhöhtem Augendruck verschrieben wird, aber auch zur Steigerung der Belüftung der Lungen eingesetzt werden kann. Zudem wirkt es ausschwemmend, wodurch andere verbotene Substanzen schneller den Körper verlassen können. "Ich habe niemals Muskelaufbaupräparate genommen, nichts. Ich war immer vorsichtig", versicherte der 1,61 m große, zierliche Athlet.

Quelle: n-tv.de 


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