US-Konzern gewinnt im Streit mit Amazonas-Staaten

  21 Mai 2019    Gelesen: 419
US-Konzern gewinnt im Streit mit Amazonas-Staaten

Der US-Konzern Amazon hat einen jahrelangen Streit um die Internetadressen-Endung „.amazon“ für sich entschieden.

Die zuständige Organisation Icann beschloss, dass Amazon die schon 2012 beantragte Endung nutzen darf. Dagegen hatten mehrere südamerikanische Staaten Protest eingelegt. Sie argumentieren, dass die Endung „.amazon“ auf semantischer Ebene untrennbar mit dem Amazonas-Regenwald verbunden sei und keinesfalls das Monopol eines Unternehmens sein dürfe.

Icann hatte den Streit jahrelang verfolgt. Nun stellte die Organisation fest, dass es keine Hoffnung mehr auf eine gütliche Einigung gebe. Amazon habe zugesichert, die Endung nicht zu verwenden, wenn es einen klaren Zusammenhang mit dem Amazonas gebe.

Das brasilianische Außenministerium bedauerte die Entscheidung der Icann. Die Organisation habe das „öffentliche Interesse“ von acht Staaten Südamerikas nicht ausreichend berücksichtigt – insbesondere die Notwendigkeit, das kulturelle, symbolische und Natur-Erbe der Amazonasregion und der dort lebenden Menschen zu schützen und zu fördern.

 

Deutschlandfunk


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