Mattheis und Hirschel ziehen Kandidatur um SPD-Vorsitz zurück

  12 Oktober 2019    Gelesen: 448
Mattheis und Hirschel ziehen Kandidatur um SPD-Vorsitz zurück

Die SPD-Linke Hilde Mattheis wollte gemeinsam mit dem Gewerkschafter Hirschel für den Parteivorsitz kandidieren. Nun ziehen sie sich beide zurück: um die Erfolgsaussichten eines anderen Duos zu erhöhen.

Unmittelbar vor Beginn der Mitgliederbefragung über den künftigen SPD-Vorsitz hat eines der Kandidatenduos seinen Rückzug erklärt. Die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis und Ver.di-Chefökonom Dierk Hirschel haben sich aus dem Wettstreit zurück gezogen.

Sie begründeten den Schritt auf der letzten von 23 SPD-Regionalkonferenzen in München damit, dass sie damit die Erfolgsaussichten eines anderen linken Kandidatenduos erhöhen wollten. Insgesamt sind nun noch sechs Teams übrig.

Die Bundestagsabgeordnete Mattheis sagte, es sei in den vergangenen Wochen leider nicht gelungen, sich unter den vier dem linken Lager zuzurechnenden Bewerberteams auf ein gemeinsam unterstütztes Spitzenduo zu verständigen. Deshalb hätten sie und Hirschel nun entschieden, "wir machen den Weg frei, um die Erfolgsaussichten einer linken Spitzenkandidatur zu erhöhen."

"Die Partei lebt"

Zur Eröffnung der letzten Regionalkonferenz sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil, die Vorstellungsrunden für die künftige Parteispitze seien ein Erfolg. "Wir haben gezeigt, dass diese Partei lebt." Das Interesse an den in den vergangenen Wochen deutschlandweit abgehaltenen 23 Veranstaltungen sei sehr groß gewesen.

In den Münchener Löwenbräukeller kamen nach Parteiangaben etwa tausend Menschen, um die Vorstellung der zur Wahl stehenden Kandidatenduos zu verfolgen. Wer sich durchsetzen wird, ist vor der am Montag beginnenden Abstimmung unter den SPD-Mitgliedern völlig offen. Auch der prominenteste Bewerber, der mit der brandenburgischen Landespolitikerin Klara Geywitz kandidierende Bundesfinanzminister Olaf Scholz, konnte bisher keinen klaren Favoritenstatus erringen.

spiegel


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