Amnesty International sieht Menschenrechte durch Konzerne bedroht

  21 November 2019    Gelesen: 730
Amnesty International sieht Menschenrechte durch Konzerne bedroht

Amnesty International wirft großen Internetkonzernen wie Google und Facebook vor, mit ihrem Geschäftsmodell die Menschenrechte zu bedrohen.

Uneingeschränkte Überwachung und Datenausbeutung durch Digitalunternehmen seien unvereinbar mit dem Recht auf Privatsphäre und informationelle Selbstbestimmung, heißt es in einem jetzt veröffentlichten Bericht. Die Bundesregierung und die EU müssten rechtsstaatliche Rahmenbedingungen schaffen, um die Grund- und Menschenrechte kommender Generationen in einer digitalen Welt zu wahren.

Der Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland, Beeko, erklärte, alle sollten am modernen digitalen Leben teilnehmen können, ohne die umfassende Überwachung und individualisierte Auswertung ihrer persönlichsten Daten erlauben zu müssen. Die Konzerne hätten jedoch ein privates Überwachungsregime geschaffen, das sich der unabhängigen öffentlichen Kontrolle weitgehend entziehe.

Laut Amnesty nutzen monatlich 2,8 Milliarden Menschen weltweit einen Facebook-Dienst. Mehr als 90 Prozent aller Internetsuchen finden demnach über Google statt.

Deutschlandfunk


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