Walter Freiwald ist tot

  21 November 2019    Gelesen: 628
Walter Freiwald ist tot

Das ging unfassbar schnell: Erst die schockierende Aussage, dass er unheilbar krank sei, dann die Frage, wie lange er noch zu leben hat, und nun die Gewissheit. Walter Freiwald ist tot.

Vor zwei Wochen wandte sich Walter Freiwald mit einer schlimmen Nachricht an seine Fans und machte nicht nur diese betroffen und traurig: "Diese Krankheit werde ich nicht überleben." "Diese Krankheit" war Krebs und Freiwald selbst bezeichnete sie als "Arschloch". Zu Recht, denn zwischen der Diagnose, der Öffentlichmachung und seinem Tod liegen gerade mal zwei Wochen. Freiwald wurde 65 Jahre alt. Nach Angaben von RTL war der Moderator bereits am Samstag im Kreise seiner Familie gestorben.

Um einer möglichen Berichterstattung zuvorkommen, schrieb er am 6. November auf Twitter, dass er selbst mitteilen wolle, "dass ich unheilbar krank geworden bin". Und er fügte die traurigen Worte hinzu: "Der Krebs wird mich töten. Ich liebe meine Frau und meine Kinder. Vergesst mich nicht."

Diese Nachricht kam aus heiterem Himmel. Aber nicht nur deshalb, sondern vor allem wegen ihrer Schonungslosigkeit schlug sie ein wie eine Bombe - bei Zuschauern, Medien und ehemaligen Weggefährten. Freiwald moderierte über viele Jahre bei RTL Shop und war ein Teleshopping-Urgestein.

"Diese Nachricht hat mich geschockt "

Bekannt wurde er insbesondere an der Seite von Harry Wijnvoord in der Spielshow "Der Preis ist heiß". Die beiden hatte nicht immer einfache Zeiten miteinander, aus ihrer Antipathie dem anderen gegenüber machten die beiden Männer, die Jahre Seite an Seite arbeiteten, kein Geheimnis. Doch als die Nachricht kam, reagierte Wijnvoord prompt: "Wir waren in den letzten Jahren nicht die besten Freunde, aber diese Nachricht hat mich geschockt und alles relativiert", erklärt Wijnvoord seinen Vorstoß und fügt hinzu: "Ich habe ihn sofort angerufen, um ihm zu sagen, dass er das nicht verdient. Er hat sich sehr darüber gefreut, wir haben bestimmt 20 Minuten gesprochen."

Jetzt reagierte Wijnvood als Erster und sagt: "Ich bin tief traurig und in meinen Gedanken bei Walters Familie. Ich bin sehr froh, dass ich über meinen Schatten gesprungen bin und ihn kurz vor seinem Tod nochmal kontaktiert habe. Bei unserem letzten Gespräch war seine Stimme noch stark, aber aus dem Inhalt des Gesprächs war zu schließen, dass er sehr schwach ist."

In guter Erinnerung wird auch sein Mitwirken in der RTL-Dschungelshow "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" Anfang 2015 bleiben. Die Zuschauer wählten ihn erst drei Tage vor dem Finale aus dem Camp. Es folgten Gastauftritte bei "Circus HalliGalli" oder "Neo Magazin Royale". Seit Februar 2016 moderierte er beim Teleshoppingsender 1-2-3.tv.

Im Jahr 2016 machte Freiwald mit ungewöhnlichen, nämlich mit politischen Ambitionen auf sich aufmerksam: Er wollte sich für die SPD als Kandidat für die Wahl des Bundespräsidenten und damit als Nachfolger von Joachim Gauck aufstellen lassen. Sein Antrag wurde von der Partei allerdings abgelehnt.

Freiwald war verheiratet und hinterlässt zwei Söhne.

Quelle: n-tv.de


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