EU-Wettbewerbshüter untersuchen Googles Umgang mit Daten

  02 Dezember 2019    Gelesen: 527
EU-Wettbewerbshüter untersuchen Googles Umgang mit Daten

EU-Aufseher haben gegen Google bereits Strafen in Milliardenhöhe verhängt. Nun läuft eine neue vorläufige Untersuchung. Dabei geht es darum, wie Google Browser-, Anmelde- und andere Daten erhebt und verwendet.

Die EU-Wettbewerbshüter nehmen Googles Umgang mit Daten genauer unter die Lupe. Geprüft werde, wie und warum das Unternehmen Daten sammle, bestätigte die EU-Kommission am Wochenende die Informationen der Nachrichtenagentur Reuters.

"Die Kommission hat im Rahmen einer vorläufigen Untersuchung der Praktiken von Google in Bezug auf die Erhebung und Verwendung von Daten durch Google Fragebögen verschickt. Die vorläufige Untersuchung läuft noch", teilte die EU-Regulierungsbehörde in einer E-Mail mit.

Aus einem Dokument, dass Reuters einsehen konnte, geht hervor, dass der Schwerpunkt der EU auf Daten im Zusammenhang mit lokalen Suchdiensten, Online-Werbung, Anmeldediensten, Webbrowsern und anderen Themen liegt.

Fragebögen verschickt

Die Nachrichtenagentur hatte bereits am Freitag berichtet, dass die Wettbewerbshüter verschiedenen Firmen Fragen zu Googles Umgang mit Daten geschickt habe. Befragt wurden die Firmen demnach unter anderem zu möglichen Vereinbarungen über Datenweitergaben an Google. Ebenso soll es darum gehen, welche Daten Google sucht, wie Google sie verwendet und als wie wertvoll diese Daten anzusehen sind.

Die kontaktierten Firmen hätten einen Monat Zeit zu antworten, hieß es. Um welche Unternehmen genau es geht, ist bislang nicht bekannt.

Google nutzt Daten nach eigenen Angaben, um seine Dienste zu verbessern. Nutzer könnten ihre Daten jederzeit verwalten, löschen und übertragen. Man werde mit der EU-Kommission und anderen weiter über "diese wichtige Diskussion für unsere Branche" führen.

Die Brüsseler Wettbewerbshüter haben Google schon länger im Blick. Seit 2017 sind dem Unternehmen aus Kalifornien bereits drei Milliardenstrafen aufgebrummt worden.

spiegel


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