Ex-Rivale tritt nach gegen Michael Schumacher

  08 Juli 2024    Gelesen: 683
  Ex-Rivale tritt nach gegen Michael Schumacher

Jacques Villeneuve wird in der Formel 1 1997 bereits in seiner zweiten Saison im Williams Weltmeister. Geprägt ist seine Zeit vor allem durch die Duelle mit Rekordweltmeister Michael Schumacher. Der Kanadier macht dem Deutschen nun Vorwürfe, sich nicht nur mit fairen Mitteln verteidigt zu haben.

Die Diskussionen über das "Dirty Driving", das "Dreckige Fahren", waren spätestens nach dem Großen Preis von Österreich in Spielberg Ende Juni aufgekommen. Dort hatte der amtierende Weltmeister Max Verstappen (Red Bull) beinhart und über das erlaubte Limit hinaus seine Führungsposition gegenüber Lando Norris im McLaren verteidigt, dafür sogar eine Kollision in Kauf genommen. In der Folge verloren beide Piloten mit beschädigten Boliden ihre Top-Platzierung, Verstappen kassierte zwei Strafpunkte sowie eine Zehn-Sekunden-Strafe für sein Foulspiel gegen Widersacher Norris.

Für Jacques Villeneuve lässt sich der Zeitraum, seit dem in den direkten Duellen in der Formel 1 auch mit unfairen Mitteln gekämpft wird, ziemlich genau eingrenzen, wie er im Interview mit dem Portal "olbg.com" ausführte.

"Michael Schumacher begann den Trend des 'Dirty Drivings'", ist sich der 53-Jährige sicher. Unvergessen in diesem Zusammenhang ist der ebenso unsportliche wie dramatische Rammstoß des späteren Rekordweltmeisters im Jahr 1997 gegen Jacques Villeneuve, als die beiden im spanischen Jerez um die WM-Krone fuhren.

Villeneuve: Schumacher und Trulli waren "dreckige Fahrer"

Damals versuchte Schumacher, den Kanadier beim Überholvorgang von der Strecke zu rammen. Er fiel danach allerdings selbst aus, während Villeneuve als Dritter ins Ziel kam und zum ersten und einzigen Mal Weltmeister wurde.

Villeneuve erinnerte sich noch gut, wie es in dieser Zeit in den späten 1990er- und frühen 2000er-Jahren weiterging. "Jarno Trulli war ein anderer ('Dirty Driver', Anm. d. Red.). Am Schlimmsten war es, als ich für Sauber fuhr und ganz hinten war", meinte Villeneuve, der 2005 und 2006 für Sauber in der Königsklasse des Motorsports unterwegs war.

"Einige der hinteren Fahrer hatten einfach nicht die richtigen Fähigkeiten oder das richtige Verständnis dafür, was passiert, wenn man die Linie ändert und der andere versucht, später zu bremsen als man selbst. So kam es immer wieder zu Unfällen", so der Ex-Rennfahrer weiter, der in der Formel 1 insgesamt 163 Mal an den Start ging und elf Grand-Prix-Siege feierte.

Quelle: ntv.de, dbe/sport.de


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