NAT GEO WILD: Die letzten Leoparden Europas in Aserbaidschan - VIDEO

  14 Dezember 2016    Gelesen: 4447
NAT GEO WILD: Die letzten Leoparden Europas in Aserbaidschan - VIDEO
Der Wildlife-Sender NAT GEO WILD von National Geographic hat eine Sendung über Kaukasus-Leoparden aussgestrahlt. Der Photograph und Regisseur Adrian Stern führte die Dreharbeiten für eine Sendung in Aserbaidschan durch.Das Ziel der Expedition ist, Leoparden in der wilden Natur zu filmen, die als eine sehr seltene Art von Raubkatzen gelten.

Mensch und Leopard haben in Kaukasien viele Jahrtausende lang nebeneinander gelebt. Es sind über 3000 Jahre alte Felszeichnungen entdeckt worden, auf denen Leoparden zu erkennen sind, welche Jagd auf Wildziegen machen oder aber ihrerseits von Menschen gejagt werden.Die in Kaukasien heimischen Leoparden sind im Durchschnitt recht gross und haben mehrheitlich eine helle Grundfärbung, wie dies bei den Leoparden der zentral- und westasiatischen Gebirgsregionen allgemein der Fall ist. Die Kopfrumpflänge liegt gewöhnlich zwischen 130 und 170 Zentimetern, das Gewicht zwischen 40 und 80 Kilogramm, wobei die Männchen im Durchschnitt deutlich grösser sind als die Weibchen.



Landschaftlich ist Aserbaidschan sehr abwechslungsreich: Im östlichen, an das Kaspische Meer grenzenden Bereich besteht es zu einem grossen Teil aus einer Tiefebene, welche teils tiefer als der Meeresspiegel liegt. Im Norden, beim Grossen Kaukasus, umfasst es eine Hochgebirgslandschaft, welche beim Berg Bazarduzu eine Höhe von 4485 Metern erreicht. Und im Westen, beim Kleinen Kaukasus, findet sich eine ausgedehnte Bergregion, welche teils ebenfalls bis auf über 3000 Meter ansteigt.







Der kaukasische Bestand wird auf höchstens ein paar Dutzend Individuen geschätzt, wovon wahrscheinlich rund die Hälfte in Aserbaidschan lebt. Verschiedene Institutionen und Organisationen - darunter der Weltnaturfonds (WWF) im Rahmen seines «Programms zur Erhaltung der Ökoregion Kaukasus» - unternehmen in jüngerer Zeit erhebliche Anstrengungen, um das Überleben des Leoparden in diesem europäisch-asiatischen Grenzgebiet zu sichern. Beispielsweise sind in Aserbaidschan Naturschutzgebiete zu Nationalparks aufgewertet, Parkwächter ausgerüstet, Anti-Wilderer-Einheiten ausgebildet, das Strafmass für Wilderei empfindlich erhöht, Entschädigungsschafherden für geschädigte Viehzüchter aufgebaut, Weiterbildungskurse für Lehrer durchgeführt und Informationsmaterialien für die ansässige Bevölkerung erarbeitet worden.

Adil
AzVision.az

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