Rummenigge antwortet Lewandowski: „Bedauere seine Aussagen“

  11 September 2017    Gelesen: 395
Rummenigge antwortet Lewandowski: „Bedauere seine Aussagen“

Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge (Foto) hat auf die Kritik von Starstürmer Robert Lewandowski (29) an der Transferpolitik der Münchner reagiert. Im Interview mit der „Bild“ sagte der 61-Jährige, er „bedauere“ die Aussagen des polnischen Nationalspielers, kritisierte aber vor allem dessen Berater Maik Barthel.

„Leider ist sein Berater, Herr Barthel, hier oft der ,Spiritus Rector‘. Das war auch hier wieder der Fall. Das Interview ist bewusst am FC Bayern vorbei organisiert worden. Er schadet damit Robert“, so Rummenigge.

Lewandowski hatte im Gespräch mit dem „Spiegel“ u.a. gesagt, dass der FC Bayern sich „etwas einfallen lassen“ müsse, um in Zukunft „weiter Weltklassespieler nach München lotsen“ wolle. Der Rekordmeister brauche „die Qualität dieser Spieler. Auch, weil solche Stars ihre Mitspieler besser machen.“

„Bis heute hat Bayern München nie mehr als rund 40 Millionen an Ablösesummen für einen Spieler bezahlt“, sagte Lewandowski. „Im internationalen Fußball ist das schon längst eine Summe, die eher Durchschnitt als Spitzenwert ist.“

Rummenigge vermutete nun, dass der Angreifer sich „von den Paris-Transfers irritieren lassen“ habe. PSG hatte in der abgelaufenen Transferperiode Neymar für 222 Millionen Euro vom FC Barcelona verpflichtet und Kylian Mbappé mit Kaufoption über 180 Millionen Euro von der AS Monaco ausgeliehen. Barcelona selbst verpflichtete Ousmane Dembélé vom BVB für eine Summe, die durch Boni auf 148 Mio. Euro ansteigen kann.

„Robert braucht sich keine Sorgen zu machen“, meinte Rummenigge. „Wir haben auch diese Saison wieder einen sehr guten Kader. Und wir haben seit langer Zeit eine seriöse und erfolgreiche Philosophie und haben damit große Erfolge erzielt. Immerhin haben wir damit in den letzten 5 Jahren alle nationalen und internationalen Titel gewonnen. Warten wir doch mal ab, ob Paris jetzt die Champions League gewinnt.“

Der Vorstandsvorsitzende sieht die Macht der Spieler im Transfergeschehen zudem nicht so groß, wie sie in den vergangenen Wochen oft gemacht wurde. Immerhin habe Lewandowski einen bis 2021 gültigen Vertrag ohne Ausstiegsklausel unterschrieben.

Hinsichtlich einer möglichen Bestrafung des 29-Jährigen wollte Rummenigge keine Einzelheiten verraten. Sportdirektor Hasan Salihadmidzic habe ein Gespräch mit Lewandowski geführt. Wenn nach Thomas Müller und nun dem Polen ein weiterer Spieler öffentlich „den Trainer, den Verein oder die Mitspieler kritisiert“, kriege „ab sofort Stress mit mir persönlich“.

Rummenigge wisse, „wie man Spieler zur Räson bringen kann“ und kritisierte, dass angesichts der sportlichen Situation „bei uns“ derzeit „zu schlau dahergeredet“ werde, „statt sich auf das Fußballspielen zu konzentrieren“.

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