Russland verzeichnet vierthöchste Zahl an Corona-Fällen weltweit

  05 September 2020    Gelesen: 278
Russland verzeichnet vierthöchste Zahl an Corona-Fällen weltweit

In Russland und der Ukraine steigen die Fallzahlen weiter an, Deutschland meldet 1378 neue Infizierte. Der Überblick.

Merkel will Gesundheitsämter stärken
12.07 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich vor dem Hintergrund der Corona-Krise für eine langfristige Stärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes einsetzen. "Wir wollen deutlich mehr Stellen im Gesundheitsdienst schaffen und die technische Ausstattung weiter verbessern", sagte Merkel in ihrer am Samstag veröffentlichten wöchentlichen Videobotschaft. Zugleich würdigte die Kanzlerin den "großartigen Beitrag" der Gesundheitsämter vor Ort bei der Bekämpfung der Pandemie.

Auf einer Videokonferenz am kommenden Dienstag will Merkel sich nun mit den Verantwortlichen darüber austauschen, "wie die Arbeit in den Gesundheitsämtern vor Ort abläuft, welche Herausforderungen sich stellen und wo die Politik helfen kann".

Die Bundesregierung habe "schon einiges auf den Weg gebracht, um den Gesundheitsämtern schnell zu helfen", sagte Merkel. So habe etwa das Robert-Koch-Institut (RKI) 500 Frauen und Männer ausgebildet, damit sie den Gesundheitsämtern bei der Nachverfolgung von Infektionsketten helfen könnten. Zudem gebe es bei Tests Unterstützung durch Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr.

Tschechien sagt Schottland-Spiel wegen Corona-Fällen ab
11.39 Uhr: Weil zwei Mannschaftsbetreuer positiv auf Coronavirus getestet wurden, hat die tschechische Fußball-Nationalmannschaft vorerst ihre weitere Teilnahme an der Nations League abgesagt. Die Mannschaft könne nicht zu dem für Montag geplanten Heimspiel gegen Schottland antreten, teilte der tschechische Fußballverband mit.

Alle Spieler seien negativ auf Covid-19 getestet worden, teilte ein Sprecher mit. Dennoch befürchte man eine Weiterverbreitung des Virus, falls die Mannschaft zusammenbleibe. Der zweite positive Corona-Fall bei einem Betreuer habe sich erst unmittelbar vor dem Spiel gegen die Slowakei am Freitagabend in Bratislava ergeben. Die slowakischen Gastgeber hätten ein Antreten der Mannschaft aber erlaubt, weil alle Tests der Spieler negativ gewesen seien. Das Team Tschechiens hatte gegen die Slowakei mit 3:1 gewonnen. Nun würden die Spieler getrennt nach Hause geschickt.

Ex-Premier der Cookinseln an Covid-19 gestorben
10.21 Uhr: Der ehemalige Premierminister der Cookinseln bei Neuseeland, Joseph Williams, ist im Alter von 82 Jahren infolge einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Das gaben die Pasifika Medical Association und das neuseeländische Gesundheitsministerium am Samstag bekannt. Der bekannte Arzt Williams, der auch zum Vorstand der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehörte, war am 13. August mit Covid-19 in ein Krankenhaus im neuseeländischen Auckland gebracht worden.

Die Zahl der Corona-Todesfälle in Neuseeland stieg damit auf 24. Nach mehr als drei Monaten ohne Todesfälle war bereits am Freitag ein Mann um die 50 in der Metropole Auckland gestorben.

Steinmeier zur Coronakrise: "Licht am Ende des Tunnels"
10.08 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich optimistisch zu den Perspektiven im Kampf gegen das Coronavirus geäußert. "Ich finde die Meldungen über die aussichtsreiche Forschung an Impfstoffen durchaus ermutigend", sagte Steinmeier dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Es gibt Licht am Ende des Tunnels - allerdings wissen wir nicht, wie lang die Wegstrecke dahin noch ist." Deshalb dürfe man jetzt bei Bemühungen und Disziplin nicht nachlassen. "Wir haben den Corona-Ausnahmezustand gemeistert, jetzt werden wir nicht an der Corona-Normalität scheitern."

Steinmeier sagte, er verstehe die Belastungen der Menschen, doch der Weg der Vorsicht sei weiter geboten. Aus der "Corona-Müdigkeit" dürfe keine Rücksichtslosigkeit werden. Wiederholt hatte der Bundespräsident aufgerufen, die Corona-Regeln einzuhalten. Er glaube nicht, dass es zu einem weiteren Lockdown kommen werde. Alle wüssten, "dass ein zweiter Lockdown extrem schädlich für die Wirtschaft wäre. Und wir dürften nicht mit derselben Akzeptanz rechnen wie noch vor vier, fünf Monaten", sagte Steinmeier. "Deshalb ist die gesamte Politik in Bund und Ländern darauf ausgerichtet, dieses Szenario zu vermeiden."

Außerdem regte er eine offizielle Gedenkstunde für die Corona-Opfer in Deutschland an, wann und wie sei aber noch unklar. "Der Corona-Tod ist ein einsamer Tod", sagte Steinmeier dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Samstag). Viele Patienten in Krankenhäusern und Altenheimen seien ohne den Beistand ihrer Angehörigen gestorben, die Hinterbliebenen hätten nicht Abschied nehmen können. "Wir müssen den Menschen in ihrer Trauer helfen - und darüber nachdenken, wie wir unser Mitgefühl ausdrücken können."

1378 Neuinfektionen in Deutschland
08.28 Uhr: In Deutschland wurden 1378 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge die Zahl der Coronavirus-Fälle auf 248.997. Es gab zwei weitere Todesfälle, insgesamt starben 9324 Menschen an den Folgen des Virus.

Seit dem Vortag wurden zwei Todesfälle mehr gemeldet. Bis Samstagmorgen hatten etwa 222.900 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Freitag bei 0,85 (Vortag: 0,77). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,94 (Vortag: 0,91). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Russland meldet 5205 neue Fälle
09.42 Uhr: Die russischen Behörden melden einen Anstieg der bestätigten Corona-Infektionen um 5205 auf nunmehr 1.020.310. Das ist die vierthöchste Zahl an Corona-Fällen weltweit. Die Zahl der Toten ist den Angaben zufolge binnen 24 Stunden um 110 auf 17.759 gestiegen.

Ukraine verzeichnet Rekordanstieg
09.38 Uhr: Die Ukraine verzeichnet einen Rekordanstieg bei den Corona-Infektionen. Binnen 24 Stunden seien 2836 Fälle hinzugekommen, teilt der Nationale Sicherheitsrat mit. In dem Land gilt bis zum 28. September ein Einreiseverbot für die meisten Ausländer, außerdem wurden Corona-Einschränkungen bis Ende Oktober verlängert, um das Virus einzudämmen.

Auch in Indien mehr als vier Millionen Infizierte
08.15 Uhr: Als weltweit drittes Land nach den USA und Brasilien übersteigt nun auch in Indien die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen die Marke von vier Millionen. Die Schwelle sei überschritten worden, nachdem binnen eines Tages 86.432 neue Fälle hinzugekommen seien, teilt das Gesundheitsministerium mit. Erst vor 13 Tagen hatte Indien die Schwelle von drei Millionen Infektionen erreicht. Die Zahl der Toten kletterte zum Samstag um mehr als 1000 auf 69.561.

Brasilien revidiert Corona-Zahlen nach oben
08:09 Uhr: Brasilien hat die neuesten Corona-Zahlen nach oben revidiert. Das Gesundheitsministerium meldet für die letzten 24 Stunden 51.194 Neuinfektionen und 907 weitere Todesfälle. Damit steigen die Zahlen auf insgesamt fast 4,1 Millionen Infektionen und 125.521 Tote.

Russischer Pharmakonzern investiert in Impfstoff-Fertigung in Deutschland
08:00 Uhr: Der russische Pharmakonzern R-Pharm investiert mehr als 20 Millionen Euro in den Standort Illertissen (Landkreis Neu-Ulm). Das sagte Standortleiter Ivan Semenov der "Südwest Presse". An dem Standort solle noch im ersten Quartal 2021 die Fertigung eines sogenannten Oxford-Impfstoffes gegen das Coronavirus starten. Die Kapazität sei ausgelegt auf 500 Millionen Impfdosen im Jahr. Mit dem Impfstoff aus dem Landkreis Neu-Ulm sollen 35 Länder beliefert werden, nicht aber Deutschland oder andere EU-Staaten. Der Oxford-Impfstoff (AZD1222) befinde sich im Moment in der entscheidenden Erprobungsphase III. Das Werk in Illertissen stelle zu einem späteren Zeitpunkt womöglich auch den Impfstoff Sputnik V her. Er ist in Russland schon zugelassen, die Erprobung entspricht aber noch nicht internationalen Standards.

spiegel


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