Pentagon-Chef fordert US-Verbündete zur Konkurrenz mit Russland auf

  21 Oktober 2020    Gelesen: 254
Pentagon-Chef fordert US-Verbündete zur Konkurrenz mit Russland auf

Die USA und ihre Verbündeten müssen nach Meinung des Pentagon-Chefs Mark Esper in allen Teilen der Welt aggressiv mit Russland konkurrieren und sich auf das Schlimmste vorbereiten.

„Da dies ein Wettbewerb der Weltmächte ist, hat er einen globalen Charakter. Wir sehen, wie Russland und China in Amerika, Afrika, dem Nahen Osten, der Arktis und der Antarktis operieren. Wir müssen konkurrieren, wir müssen aggressiv konkurrieren, wir alle zusammen. Und wenn die Abschreckung nicht funktioniert, müssen wir auf das Schlimmste vorbereitet sein“, erklärte Esper auf dem Atlantic Council (einer der Think Tanks der NATO) am Dienstag.

Ihm zufolge hat niemand damit gerechnet, dass man sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion erneut mit einem wiederauflebenden Russland auseinandersetzen müsse.

„Wo wir (uns nicht kooperieren – Anm. d. R.) können, müssen wir konkurrieren und gegebenenfalls konfrontieren. Dies ist nur die Welt, in der wir leben, und wir müssen auf das Schlimmste vorbereitet sein. Und auf das Schlimmste vorbereitet zu sein bedeutet, unsere Verbündeten zu stärken, Partner zu finden und unsere Fähigkeiten durch Investitionen in die kollektive Sicherheit zu stärken", fügte der Verteidigungsminister hinzu.

Gleichzeitig betonte Esper, dass es notwendig sei, Kommunikationsverbindungen mit Russland und China aufrechtzuerhalten, um Fehler oder Missverständnisse zu vermeiden. Man solle Interaktionsbereiche suchen und mit Russland und China zusammenzuarbeiten.

„Wir versuchen nicht, mit einem dieser Länder in Konflikt zu geraten. Wir versuchen nicht, China einzuschränken. Wir wollen, dass es ein friedlicher Aufschwung im Rahmen internationaler Regeln, internationaler Ordnung und Normen ist, die uns seit Jahrzehnten Vorteile bringen. Und jetzt verletzen beide Länder sie fortlaufend. Und wir müssen vorgehen und dieses System verteidigen“, sagte Esper.

„Rivalität der Großmächte“ beenden
Die Vereinigten Staaten sollten nach Meinung des ersten stellvertretenden russischen Botschafters bei der Uno, Dmitri Poljanski, davon absehen, die internationalen Beziehungen im Sinne des Konzepts der Rivalität zwischen Großmächten neu zu strukturieren.

Er rief Washington auf, „keine gewalttätigen Konfrontationsmodelle mehr zu fördern“. Russland handle offen, fördere konsequent politische und diplomatische Initiativen und ergreife Maßnahmen, um die Verschlechterung der Lage im Bereich Sicherheit und Stabilität zu verhindern, so der Diplomat.

sputniknews


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