Kirchen, Museen und sogar Wassertaxi: Ungewöhnliche Orte werden in Italien zu Impfstationen

  05 April 2021    Gelesen: 234
Kirchen, Museen und sogar Wassertaxi:     Ungewöhnliche Orte werden in Italien zu Impfstationen

Die Zeitung „Corriere della Sera“ hat am Sonntag Beispiele ungewöhnlicher Orte zusammengestellt, die in Italien zur Beschleunigung der Corona-Impfkampagne eingebunden werden.

Im süditalienischen Neapel machten demzufolge mehrere Museen mit. Die Geimpften hätten im Museo Nazionale di Capodimonte die Ruhezeit nach der Spritze in einer Halle verbringen können, wo Reproduktionen einiger im Museum exponierter Kunstwerke vorgestellt worden seien.

Auf der Insel Sizilien lief gerade eine Impfaktion in zahlreichen katholischen Kirchen und Pfarreien. Sizilianer konnten an kirchlichen Ritualen teilnehmen und sich dabei gleich immunisieren lassen. Dafür hatten die Region und Kirchenvertreter laut der Nachrichtenagentur Ansa extra eine Übereinkunft geschlossen.

In Monza (Lombardei) werden nach Angaben des Blattes an zwei Wochenenden auch Räumlichkeiten an der Tribüne der Motorsport-Rennstrecke genutzt. In Venedig würden ab Montag Menschen auf einem umgebauten Wassertaxi — einem Vaporetto — geimpft. Es werde an einem bestimmten Ort anlegen, um die über 80-Jährigen zu immunisieren.

Bisher wurden in dem Land mit 60 Millionen Einwohnern mehr als elf Millionen Dosen gespritzt, ist einem Regierungsbericht zu entnehmen. Italien hat sich nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA das Ziel gesetzt, bis zum Ende des Sommers, also bis September, 80 Prozent der Bevölkerung zu impfen.

snanews


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