Polizei vermisst 500 Kilo Cannabis - Mäuse sollen schuld sein

  16 April 2018    Gelesen: 1507
Polizei vermisst 500 Kilo Cannabis - Mäuse sollen schuld sein

Aus einem polizeilichen Lager für beschlagnahmte Drogen sind 540 Kilogramm Marihuana verschwunden. Die Ausrede der dort arbeitenden Polizisten: „Die Mäuse haben‘s gefressen.“

 

Im Drogenlager in Pilar, 60 Kilometer außerhalb von Buenos Aires in Argentinien, wurde 6.000 Kilogramm sichergestelltes Marihuana aufbewahrt.

Doch so sichergestellt war es dann im Endeffekt doch nicht. Denn von diesen 6000 Kilogramm fehlen nun auf einmal 540 Kilogramm. Eine halbe Tonne Marihuana, wie der „Guardian“ berichtet. Einfach so verschwunden! Wie kann das sein?


Zumindest drei der acht im Lager arbeitenden Polizisten haben auf das mysteriöse Verschwinden eine Erklärung: Mäuse hätten das Gras gefressen.

Aber Spaß beiseite. Dem Ganzen wurde natürlich nachgegangen. Forensische Experten der Universität von Buenos Aires haben den Fall eingeschätzt und sind der Frage nachgegangen: Kann es wirklich passieren, dass Nager so eine enorme Menge an Marihuana verputzen?

Die Wissenschaftler kamen zu dem Entschluss: Nein. Mäuse und Ratten würden Marihuana nicht fälschlicherweise für etwas Essbares halten.

Und selbst wenn die Nager es geschafft hätten, eine halbe Tonne Gras trotzdem aufzufressen, so hätte man überall ihre Leichen gefunden.

An der kuriosen Geschichte von den Marihuana verspeisenden Mäusen kann also nichts dran sein.

Aufgefallen war das Fehlen, als der neue Polizeikommandant Emilio Portero bemerkt hatte, dass sein Vorgänger das Lager im April 2017 betreten hatte – kurz bevor er seinen Posten räumte. Das Lager mit den 6000 Kilo Gras verließ er allerdings, ohne sich offiziell abzumelden. Portero ließ die Angelegenheit daraufhin untersuchen.

Die acht Polizisten sind ihren Job übrigens los. Am 4. Mai müssen sie ihre Aussagen vor Gericht wiederholen. Dann wird festgestellt, ob das Marihuana absichtlich oder fahrlässig verschwunden ist.

Quelle : welt.de


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